Der Dom zu Ribe
Der Dom zu Ribe zeigt Moderne Kunst hinter alten Mauern – und der Dom hat Ribes bester Aussichtspunkt über Ribe Altstadt, Marschland und Nordsee, 248 Treppenstufen über dem Boden.
In Dom zu Ribe wird alt und neu auf schönste Weise vereint, und der Dom zu Ribe ist u.a. mit modernen Mosaiken und Fresken des berühmten Kobramalers Carl Henning Pedersen geschmückt.
![]() Der Dom zu Ribe aus der Perspektive der Herberge | ![]() Ribe Dom - Ausschmückungen von Carl Henning Pedersen | |
Der Dom zu Ribe - Geschichte:
Um ca. 826 n.Chr. kam „Skandinaviens“ Apostel, der katholische Mönch Ansgar, nach Dänemark. Er sollte versuchen, die Dänen, die immer noch an die nordischen Götter Thor und Odin glaubten, zu christianisieren.
Damals - schon in der frühen Wikingerzeit - war Ribe bereits seit mehr als 100 Jahren eine internationale Handelsstadt. Ausländische Kaufleute kamen mit ihren Schiffen zur Stadt um u.a. Glas Schmucksteine und Keramik auf dem Marktplatz zu verkaufen. Darum war es nicht verwunderlich, dass Missionare in die Stadt kamen und man hier die erste Kirche Dänemarks baute.
Um 855 erhielt Ansgar vom dänischen König Horik ein Grundstück in Ribe. Sehr wahrscheinlich lag die erste Kirche Dänemarks hinter Ribes Bahnhof in Ribelund, wo Archäologen christliche Gräber aus dem Jahre 900 gefunden haben ( Die Toten wurden so begraben, dass sie gen Osten sahen, wenn sie von den Toten auferstanden. Den Toten waren keine Grabgeschenke beigelegt.)
Es gibt keine schriftlichen Quellen über das Wirken des Christentums in Ribe in den nachfolgenden hundert Jahren. Aber im Jahre 948 wird der erste Bischof Ribes, Leofdag, erwähnt und gegen Ende des 10. Jahrhunderts wurde die Wikingerstadt Ribe mit einen Stadtgraben und einen Befestigungswall geschützt, sicherlich veranlasst durch König Harald Blåtand ("Blauzahn"). Um das Jahr 1000 hatte der Bischof von Ribe ganz Jylland (Jütland) unter sich. Es gibt keinen Zweifel daran, dass Ribe eine bedeutungsvolle Stadt sowie Dänemarks Tor zum Westen war. Im 12. Jahrhundert wurde Ribes Bedeutung durch die wichtigen Bauwerke Ribe Domkirche und das Schloss Riberhus untermauert.
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Der Dom zu Ribe wird gebaut
Der Bau des jetzigen Doms begann ca. im Jahre 1150 auf einem kleinen Hügel der sich über den Rest der Stadt erhob. Ca. 100 Jahre wurde an der Kirche gebaut, so dass sie im Jahre 1250 fertiggestellt war.
Der Dom zu Ribe - das schöne Wahrzeichen der Stadt – erstreckt sich weiterhin hoch hinaus über die Dächer der Stadt und ist kilometerweit über die flache Marschlandschaft zu sehen, obwohl genaugenommen der Dom nicht mehr auf einem Hügel steht, sondern in einer Senke inmitten Ribes Marktplatz und damit weit unter den darum herum stehenden Häusern. Der Abfall aus dem Mittelalter, z.B. Asche aus den Feuerstellen, abgerissene Häuser sowie Mist des Viehs haben zu einer Anhebung des Grundes beigetragen. Eventuell wurde Teile des Abfalls über die Zeit bewusst liegengelassen, um die Stadt höher zu legen und damit besser gegen die Sturmflut zu sichern. In der Sturmflut von 1634 stand das Wasser sehr hoch in der Kirche.
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Siehe die Flutmarkierung von 1634 an der Säule hinter der Kanzel
Der größte Teil des Baumaterials sowie die Inspiration zur kirchlichen Architektur wurde aus dem Rheinland geholt.
Um Ribe gab es kaum Steinmaterial, so dass die ursprünglich romanische Kirche mit Steinen aus Deutschland, die über den Seeweg Ribe erreichten, gebaut wurde. Die Mauern waren aus dem hellen vulkanischen Tuffstein und die rotgelben Sandsteine wurden zur Verzierung der Kirchenmauer verwendet. Für die tragenden Teile jedoch, wie Sockel, Pfeiler sowie Versteifungen von Türen und Fenstern, wurde Granit aus Dänemark verwendet.
Zunächst wurde der Dom im romanischen Stil gebaut, jedoch machte sich in der Zeit um König Valdemar Sejrs Zeit (1202-41), also noch vor Fertigstellung der Kirche, der gotische Einfluss bemerkbar. Die flachen Holzdecken, die den oberen Teil der Kirche vedeckten, wurden entfernt und in den Seitenarmen des Chores sowie dem Mittelschiff der Kirche wurden Gewölbe mit Fenster eingebaut. Wenn man im Dom steht, sieht man unten die romanischen Rundbögen während weiter oben die gotischen Spitzbögen eingebaut wurden, die Licht in die Kirche lassen.
![]() Der Dom zu Ribe |
Bereits wenige Jahre nachdem die Kirche fertiggestellt war zeigten sich erste Probleme. Die neuen Gewölbe drückten so stark auf die romanischen Mauern, dass sie drohten nachzugeben. Wenn man in den Seitenschiffen steht und entlang den romanisch gerundeten Gewölben schaut, so kann man sehen, wie schief die Säulen durch den Druck geworden sind. Bevor man das Problem beheben konnte, geschah etwas Schreckliches.
Gleich nach der Morgenmesse des Weihnachtsmorgens im Jahre 1283 stürzte der nördliche Treppenturm ein und tötete viele Menschen. Anstatt einen ähnlichen Turm neu zu errichten, baute man nun den großen Haupturm mit roten Ziegelsteinen in gotischem Stil mit Spitzbögen. Die unteren Etagen des Turmes wurden als Kapelle genutzt, während die oberen durch die Stadt und ihre Bürger als Wachturm genutzt wurden, von dem man aus Alarm schlug, wenn Feuer, Feinde oder Überschwemmungen durch Sturmfluten die Stadt bedrohten. Das Stadtarchiv und die Schatzkammer wurden ebenfalls im Turm eingerichtet.
Vergessen Sie nicht den Haupturm hinaufzusteigen. 248 Stufen führen auf den 52m hohen Turm. Bei klarem Wetter hat man von dort oben eine 30-35 km weite Sicht, so dass die Wattenmeerinseln Rømø, Mandø, Fanø und die Stadt Esbjerg gesehen werden können.
Die Kirche im Mittelalter
Im Mittelalter war die Kirche reich an Grundbesitz, Silber und anderem Besitztum. Es war normal, der Kirche Geschenke zu machen, die im Gegenzug dem Spender einen Gedenkgottesdienst gab, wenn er starb.
Viele reiche Menschen bezahlten gerne viel Geld, um in der Kirche begraben zu werden, damit ihre Seelen an den täglichen Messen und Gebeten der Priester teilnehmen konnten. Infolgedessen wurde der Fußboden mit Grabsteinen gepflastert. Im Dom liegen zwei Könige begraben, Erik Emune †1137 und Christoffer I. †1259.
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Wenn man es sich leisten konnte, gab man der Kirche einen Altar oder sogar eine ganze Kapelle. Nach und nach fanden 50 Altäre an verschiedenen Stellen in der Kirche ihren Platz. Jeden Tag wurden mehr als 40 Messen abgehalten.
Die langen, festlichen Zeremonien und Messen fanden statt, egal ob die Gemeinde anwesend war oder nicht. Oft kamen jedoch die Leute in die Kirche zum Beten und Beichten oder zündeten eine Wachskerze an einen der Altäre an, während die Messe voranschritt. Zwischen 1200 und 1350 wurden so viele kleine Kapellen an der Nord- und Südseite der beiden Seitenschiffe gebaut, dass sie zum Schluss zusammenwuchsen und zu zwei neuen Seitenschiffen (heute äußere Seitenschiffe) wurden. Diese Kapellen wurden mit roten Zeigelsteinen in gotischem Spitzbogenstil gebaut. 1402 wurden die Mauern zwischen den Kapellen niedergerissen. So wurde der Dom die einzige Kirche Dänemarks mit 5 Schiffen. Nach wie vor ist jedoch die Kapelle mit der schönen Grabplatte des Reichsadmirals und Lehnsherren von Riberhus, Albert Skeel † 1639 und seiner Gattin zu sehen. Das Paar ist knieend als gemeißelte Figur in der Mitte der Gedenktafel abgebildet.
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Mit dem Dom waren viele Priester und Domherren verbunden. Oftmals wurden zur gleichen Zeit, aber an verschiedenen Stellen der Kirche, Messen gehalten. Zu den großen Messen saßen die 21 Domherren auf ihren Holzstühlen, die zu beiden Seiten des Hauptaltars stehen. An erster Stelle der Hierachie saß selbstverständlich der Bischof, der nicht nur sehr mächtig, sondern auch sehr reich war. Der letzte katholische Bischof, Ivar Munk, entschied selbst über seine Grabplatte, die im nördlichen Teil des äußeren Seitenschiffes platziert wurde. Dort ist sie noch heute an der Wand zu sehen. Auf ihr ist Munk mit Ringen an allen Fingern zu sehen.
Über ihn wird erzählt, dass er bereits 13 Jahre Bischof war, bevor er seinen ersten Gottesdienst gehalten hat. Den größten Teil seiner Zeit verbrachte er damit sein Eigentum und das der Kirche zu verwalten.
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Die Reformation 1536
Nach der Reformation wurden die katholischen Bischöfe abgesetzt und der Priesterstab erheblich reduziert. Der König übernahm die Reichtümer der Kirche.
Hans Tausen war lutheranischer Bischof in Ribe von 1541 – 1561. Ihn betrachtet man als die tragende Figur der dänischen Reformationsbewegung. Teile seines Bischofhofes – Hans Tausen Haus - sind gegenüber des Domes noch zu sehen und am Eingang des Domes ist er als Statue abgebildet.
Die Reformation konnte sich in Ribe nur langsam durchsetzen, da die 12 Kirchen und 4 Klöster bedeutsame Einanhmequellen für die Stadt waren. Sowohl die Predigten als auch die Gesänge wurden noch in darauffolgenden hundert Jahren auf Latein abgehalten bzw. gesungen. Ebenso dauerte es seine Zeit, bis die katholischen Altäre und Heiligenfiguren verschwanden. Noch immer sind einzelne Erinnerungen aus der katholischen Zeit vorhanden, wie z.B. die große Holzfigur vom Skt. Jürgen, der Drache im nördlichen Seitenschiff (aus ca. 1475) und zwei Kalkmalereien auf Pfeilern des Mittelschiffes im unteren Teil der Kirche. Die eine stellt die Jungfrau Maria mit dem Jesuskind und die andere die Apostel Bartholomäus und Andreas (aus ca. 1530) dar.
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Nach der Reformation wurden keine Messen und Gebete mehr in der Kirche gehalten. Die Bewohner Ribes kamen nun stattdessen zu Gottesdiensten. Ein Gottesdienst konnte 3-5 Stunden dauern und deshalb war es nichts Besonderes, sich einen Sitzplatz in der Kirche zu kaufen. Je dichter man einen Platz am Altar hatte, desto angesehener war man. Daher gab es des Öfteren unter den Kirchgängern auch Kämpfe um die begehrten Plätze. Der Lehnsherr von Riberhus hatte selbstverständlich ein unbeschriebenes Recht auf den besten Platz.
Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde die schöne Kanzel ins Mittelschiff verlegt, so dass der Pastor von dort seine Andacht zur Gemeinde halten konnte. Die Kanzel kostete 100 Taler und existiert heute noch. Anstelle von Altäre und Kapellen wurden nun Gedenktafel (Epitaphe) in der Kirche aufgehängt. Die Epitaphe aus der Renaissance waren fast alle aus Holz und gemalte Portraits in hübsch geschnitzten Rahmen. Siehe z.B. Hans Jessen Søhanes Epitaph, welches ihn zusammen mit seiner Ehefrau, seinem erwachsenen Sohn und fünf seiner verstorbenen Kinder von 1608 abbildet. Das Bild stellt übrigens Jesus dar, der die kleinen Kinder zu sich kommen lässt. Mehr über Hans Jessen Søhane kann im Internet nachgelesen werden unter: Piraten in Ribe.
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Mitte des 17. Jahrhunderts wurden die Epitaphe aus Kalkstein mit überschwenglichen barokken Formen hergestellt. Siehe dazu das aus 1650 stammende Epitaph von Mette Christensdatter und ihrem ersten und zweiten Ehemann, die beide Schlossschreiber auf Riberhus waren.
Im 16. und 17. Jahrhundert verfiel die Kirche. Teile des großen Turmes fielen herunter und als man ihn wieder aufgebaut hatte, war er um 12m kürzer und ohne Turmspitze. Stattdessen erhielt er eine Plattform, so wie wir ihn heute kennen. Die finanzielle Lage war aufgrund der Schwedenkriege, der Pest im Land, der gewaltigen Sturmflut und der erheblichen steuerlichen Belastung der Bevölkerung, um die Kriege zu finanzieren, katastrophal.
Um das Jahr 1600 wurden 8 Kanonen in der vorletzten Etage des Hauptturmes installiert. Als die Schweden im Jahre 1644 Riberhus besetzten, wurden sie vom Turm von den Dänen beschossen.
Mit der Zeit verfiel die Kirche so sehr, dass der Glöckner 1719 es vorzog aus seiner Wohnung, die am Fuße des Turmes lag, wegzuziehen, da regelmäßig Steine und Mauerreste herunter fielen.
Der Dom zu Ribe heute
Seit Bestehen des Domes ist dieser vielen Katastrophen ausgesetzt gewesen – Feuer, Abbrüchen und Sturmfluten. Über die Jahrhunderte wurde angebaut, umgebaut und abgerissen. Einiges ist in diesem Artikel beschrieben– anderes nicht.
Von 1864 – 1920 verlief die deutsch/dänische Grenze entlang der Kongeå (Königsau) nördlich von Ribe. Ribe jedoch verblieb bei Dänemark. so dass der Grenzverlauf bei Ribe südlich verlief. Bismarck hatte bei den Friedensverhandlungen dafür gekämpft, dass Ribe, mit dem Dom als nationalem Symbol, bei Dänemark verblieb. Während nun Sønderjylland (Nordschleswig) deutsch wurde, restaurierte man den Dom über 22 Jahre lang. So wurde u. a. der Mariaturm (bei der Statue von Hans Tausen) neu errichtet, so wie man ihn sich in seinem Ursprungszustand vorstellte.
Während der Restauration wurde der Dom fast komplett ausgegraben, weil sich der Sand und Abfall sich bereits über den Sockel der Kirche erhob. Der Marktplatz, der um die Kirche herum angelegt war, neigte sich so zum Dom, dass das Regenwasser in ihn hinein lief. In den Rechenschaftsbüchern der Kirche ist nachzulesen, dass die Leute im Winter dafür bezahlt wurden, das gefrorene Wasser kleinzuhacken und aus der Kirche zu befördern.
1904 endete die Restaurierung mit einer Wiedereinweihung. Die Größe des Festes glich einer nationalen Feier.
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Carl Henning Pedersen
Die neueste größere Veränderung an Ribes Dom begann 1982 mit COBRA – der Dekoration der Apsis (die Rundung hinter dem Altar) durch den Künstler Henning Pedersen. Die Apsis ist nun ausgefüllt mit seinen farbenfrohen Kalkmalereien, Mosaiken und Glasmosaiken. Phantasiefiguren, Menschen, Pferde, Sterne und Schiffe füllen den Raum. Das Tageslicht, welches durch die Glasmosaiken fällt, vermittelt dem Betrachter ständig neue Eindrücke. So hat auch die Gegenwart ihre Spur im alten Dom hinterlassen.
Vor der Kirche
An der Nordseite der Kirche hatten die Schlachter ihre Marktstände. Spuren, die davon zeugen, lassen sich an den „Ecksteinen“ sowie Steinpfeilern ablesen, die Schleifspuren von Schlachtermessern aufweisen. Gleichzeitig war es die Stelle, wo die Bauern ihre Sensen und im Mittelalter die Krieger ihre Schwerter schärften. Von 1191 an zogen die Kreuzritter des Johanniter Klosters aus der Korsbrødregade in den Heiligen Krieg, um das Christentum zu verteidigen.
![]() Der Psalmendichter Brorson, Ribe |
Der Psalmendichter Brorson
Der Psalmendichter Brorson war Bischoff in Ribe von 1741 – 1764. Eine Statue von ihm steht an der Südseite des Domes und sein Psalm „Den yndigste rose“ (die lieblichste Rose) wird täglich um 8:00 und 18:00 Uhr vom Glockenspiel des Haupturmes gespielt. Tårnborg in der Puggårdsgade, das Brorsons Heim war, bildet heute den Rahmen für eine Reihe von Arrangements über Brorson.
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Das „Katzenportal“ des Domes
Die an der Südseite befindliche ”Kathoveddør”, oder frei übersetzt ”Katzenportal”, hat eigentlich einen missverständlichen Namen, denn der Türbeschlag zeigt einen Löwenkopf umgeben von 4 Echsen. Der Türbeschlag gehört zu Dänemarks ältestem Bronzebeschlag. Es wird sich erzählt, dass Verbrecher, die verfolgt wurden, geweiht oder unverletzlich wurden, wenn es ihnen gelang, den Ring der Tür vor ihren Verfolgern zu berühren. Diese konnten dann dem Verbrecher nichts mehr anhaben. Die Tür war früher der Eingang für die Männer. Um die Tür sind 4 Säulen, wovon 2 auf Löwenfiguren ruhen, die Menschen überfallen. Vielleicht stellt es den Kampf zwischen den guten und den dunklen Mächten dar. Das Relief über der Tür, welches das Abhängen Jesus vom Kreuze zeigt, gilt als eine der bedeutendsten romanischen Granitskulpturen Europas. Es zeigt Josef von Arimsathæa und Nikodemus, wie sie die Nägel herausziehen und den Leib Jesu niederlegen. Maria hat die Hand ihres Sohnes ergriffen und rechts steht der trauernde Johannes.
![]() Das Dreiecksrelief ist Ribes größtes mittelalterliche Kunstwerk. |
Das Dreiecksrelief darüber ist Ribes größtes mittelalterliche Kunstwerk. Es wurde im 13. Jahrhundert angebracht, evt. von König Valdemar Sejr (†1241). Er und Königin Dagmar waren sehr mit Ribe verbunden. Das Glockenspiel des Domes spielt jeden Tag um 12:00 und 15:00 Uhr das Lied über Königin Dagmar.
Das Bild zeigt vielleicht König Valdemar, wie er der Jungfrau Maria ein Kreuz überreicht. An Valdemars Seite ist seine zweite Frau zu sehen, während unter seinem Kopf Dagmars Haupt abgebildet ist. Eine andere Interpretation sieht auf dem Bild Valdemars Sohn König Chriostopher I, der im Dom begraben wurde. Er war in einem großen Konflikt mit der Kirche und bat an seinem Sterbebett um Vergebung. Diese wurde ihm gewährt und so konnte er ein königliches Begräbnis sowie den kirchlichen Segen erhalten.
Weitere Informationen über Ribes Dom, der ”Kathoveddør” sowie dem Dreiecksrelief sind nachzulesen unter: "Stadtrundgang - Ribe auf eigene Faust"
Die Europäische Route der Backsteingotik verbindet 29 Städte in Schweden, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Deutschland und Dänemark die im 12.-13 Jahrhundert in der Ostseeregion gegründet wurden und für jene Zeit für die Region sensationell hohen Kirchtürmen gekennzeichnet waren. Diese Städte entstanden, wo es rein geografisch am günstigsten war. Auf dieser Route - EuRoB - finden Sie Ribe, Ribe Dom und die Katharinenkirche und -Kloster in Ribe.
© Danhostel Ribe. Die Geschichte dürfen mit Link zu Danhostel Ribe oder unter Nennung des Besuches in der Familien- und Jugendherberge Danhostel Ribe von unseren Gästen zu privaten Zwecken verwendet werden. Andere Verwendungen erfordern eine Genehmigung.
Übersetzung von: Menno Matthiessen.
















